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Karriere & Hospitality

Wie eine Karriere
in der Hospitality
wirklich
beginnt. Teil 1.

Michael Gehring
Michael Gehring5. Feb 2026 · 6 Min. Lesezeit
Michael Gehring

Im Podcast hat Ljubo mich nach dem Anfang gefragt - wie ich in die Hotellerie gekommen bin, was mich gehalten hat und was in den ersten Jahren wirklich wichtig war. Es war das erste Mal, dass ich diese Geschichte so offen erzählt habe. Hier sind die Gedanken, die geblieben sind.

Warum ich in die Hotellerie gegangen bin

Ich bin nicht in die Hotellerie gegangen, weil ich einen Plan hatte. Ich bin gegangen, weil es mich angezogen hat - das Tempo, die Menschen, das Gefühl, dass jeden Tag etwas Unvorhergesehenes passiert. Das hat sich in 40 Jahren nicht verändert.

Was ich damals nicht wusste: Dass genau diese Unvorhersehbarkeit das ist, was die Branche so formend ist. Wer in der Hotellerie gelernt hat zu reagieren - ruhig, schnell, ohne Panik - hat eine Fähigkeit, die in jedem anderen Kontext gebraucht wird.

«Ich habe in meinen ersten Jahren mehr über Menschen gelernt als in jedem Kurs. Die Hotellerie lehrt das schneller als jede andere Branche - wenn man hinschaut.»

Was die Anfangsjahre wirklich prägt

Die Ausbildung gibt Grundlagen. Was die ersten Berufsjahre geben, ist etwas anderes: Erfahrung mit Druck. Mit ungelösten Situationen. Mit Gästen, die schwierig sind. Mit Vorgesetzten, von denen man lernen kann - und solchen, von denen man lernt, wie man es nicht machen will.

Beides ist wertvoll. Vielleicht das zweite sogar mehr als das erste.

Was ich jungen Menschen in der Hospitality rate:
Bleiben Sie in einem Betrieb lang genug, um zu verstehen, wie er wirklich funktioniert. Nicht nur die Hochsaison - auch die ruhige Zeit. Nicht nur den guten Chef - auch den schwierigen. Wer nach sechs Monaten wechselt, lernt immer nur die Oberfläche.

Der Moment, der alles verändert hat

Es gab einen konkreten Moment früh in meiner Karriere, in dem mir jemand Verantwortung gegeben hat - mehr, als ich für mein Alter erwartet hätte. Diese Person hat mich nicht beschützt. Sie hat mir Raum gegeben, Fehler zu machen - und danach erklärt, was ich daraus mitnehmen kann.

Das war Führung. Nicht aus dem Lehrbuch. Aus dem Alltag.

Ich versuche heute, genau das weiterzugeben: Raum für Verantwortung, Klarheit nach Fehlern, kein Schutznetz, das verhindert zu wachsen.

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Erfahrung, die
weitergibt.

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