Mehr von Michael Gehring
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Im Podcast haben Ljubo und ich über Weinsensorik gesprochen - über die Frage, wie man einen Wein eigentlich beschreibt. Was ich dabei interessant finde: Die Fähigkeit, genau wahrzunehmen und das Wahrgenommene in Worte zu fassen, ist nicht nur am Weinglas nützlich.
Die meisten Menschen können sagen, ob ihnen ein Wein schmeckt. Weit weniger können sagen, warum. Welche Note dominiert? Welche Säure? Welche Länge hat der Abgang? Diese Fragen erfordern Aufmerksamkeit - keine Expertise.
Wein beschreiben lernen heisst: hinschauen, hinschmecken, benennen. Nicht bewerten. Nicht urteilen. Erst wahrnehmen.
In Rückmeldegesprächen - ob mit Mitarbeitenden, Gästen oder Partnern - fehlt oft genau das: die Fähigkeit, konkret zu benennen, was man wahrgenommen hat. «Das war gut» hilft niemandem. «Die Begrüssung war warm, der Übergang zur Bestellung hatte eine Pause, die dem Gast unangenehm war» - das ist brauchbar.
Sensorik trainiert Sprache. Und Sprache ist das Hauptwerkzeug von Führung.
Wein ist in vielen Betrieben ein Verkaufsprodukt. In den besten ist er ein Gespräch. Der Unterschied liegt nicht im Sortiment - er liegt darin, ob das Team weiss, was es anbietet, und ob es Lust hat, darüber zu sprechen.
Ein Sommelier, der seinen Wein liebt und das zeigt, verkauft ohne zu verkaufen. Das ist der Unterschied zwischen Gastronomie als Dienstleistung und Gastronomie als Erlebnis.
Ob Weinkarte, Teamschulung oder Gästeerlebnis - Wein ist mehr als ein Getränk. In einem Gespräch zeige ich, wie Ihr Betrieb das nutzen kann.
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