Blog  /  Führung & Karriere
Zum Podcast · «Von Absolventen zu Gastronomen»
Führung & Karriere

Von der Ausbildung
in den Betrieb:
Was dieser Übergang
wirklich braucht.

Michael Gehring
Michael Gehring13. März 2026 · 6 Min. Lesezeit
Michael Gehring

Im Podcast haben Ljubo und ich über den Schritt gesprochen, den junge Menschen nach der Ausbildung machen - von Lernenden zu Fachkräften, von Schülern zu Gastgebern. Dieser Übergang ist grösser als er sein müsste. Und das liegt selten an den Absolventen.

Was Ausbildung liefert - und was nicht

Eine gute Ausbildung in der Hotellerie gibt Grundlagen: Service-Abläufe, fachliche Fertigkeiten, erste Berufserfahrung. Was sie nicht gibt - was sie auch nicht geben kann - ist das Gespür für den spezifischen Betrieb. Die Kultur. Die unausgesprochenen Regeln. Den Unterschied zwischen dem, was im Lehrbuch steht, und dem, was im eigenen Haus gilt.

Das ist keine Kritik an der Ausbildung. Das ist die Aufgabe des Betriebs.

«Wer einen Absolventen einstellt und ihn dann alleine lässt, hat nicht eingestellt. Er hat jemanden ins kalte Wasser geworfen - und sich gewundert, wenn er nicht schwimmt.»

Was gute Betriebe anders machen

Ich habe in Betrieben gearbeitet, in denen Berufseinsteiger von Anfang an einen konkreten Ansprechpartner hatten. Nicht die Personalabteilung - eine Führungskraft oder erfahrene Fachkraft, die sich Zeit nimmt. Die erklärt, warum Dinge so gemacht werden. Die nachfragt, was unklar ist.

Das kostet Zeit. Es spart gleichzeitig die Zeit, die sonst für Korrekturen, Missverständnisse und frühe Abgänge aufgewendet wird.

Was ein strukturierter Einstieg braucht:
Eine klare erste Woche mit Plan - nicht «schau einfach mal». Einen Mentor mit Zeit, nicht mit Absicht. Frühe Rückmeldung: was läuft gut, was noch nicht. Und die ehrliche Frage nach vier Wochen: Bist du noch am richtigen Ort?

Der Unterschied, den Führung macht

Die besten Absolventen, die ich erlebt habe, waren nicht die mit den besten Noten. Sie waren die, denen jemand zugehört hat - früh genug, um sie zu halten. Und die in einem Betrieb gelandet sind, der weiss, dass gute Einarbeitung kein Aufwand ist, sondern Investition.

Der Arbeitsmarkt in der Hospitality ist eng. Wer Absolventen gewinnt und gut begleitet, hat in zwei Jahren eine Fachkraft. Wer sie verliert, sucht in zwei Jahren wieder.

Beratung · Hotel Success

Nachwuchs einarbeiten,
der bleibt.

Wie Sie neue Mitarbeitende von Anfang an richtig begleiten, entscheidet über die nächsten Jahre. In einem Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was in Ihrem Betrieb konkret möglich ist.

Gespräch buchen →

office@hotelsuccess.cc · www.hotelsuccess.cc