Mehr von Michael Gehring
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Im Podcast haben Ljubo und ich über den Weinjahrgang 2025 gesprochen - und was er für die Praxis in Hotels und Restaurants bedeutet. Nicht als Önologie-Kurs, sondern als Betriebsthema: Was kommt auf die Karte, was nicht, und wie erkläre ich das dem Gast?
2025 war in vielen Regionen ein anspruchsvoller Jahrgang. Trockenheit, Hitze, ungleichmässige Reife. Das Ergebnis: mehr Varianz als in normalen Jahren. Grosse Weine neben solchen, die die Bedingungen nicht gut verkraftet haben.
Für Betriebe bedeutet das: Sorgfalt beim Einkauf. Jahrgangswechsel sind nicht automatisch Upgrades - und wer seine Weinkarte nicht regelmässig überprüft, merkt das erst, wenn der Gast die Nase rümpft.
Wer jetzt neue Jahrgänge einkauft, sollte verkosten - nicht nur Etiketten lesen. Und wer Weine aus 2025 auf der Karte hat oder plant, sollte wissen, was er empfiehlt und warum. Kein Sommelier, kein Servicemitarbeiter kann einen Wein gut erklären, den er nicht kennt.
Das Gute: Ein anspruchsvoller Jahrgang ist auch ein Anlass, Winzer zu befragen, Beziehungen zu vertiefen, Geschichten zu sammeln. Diese Geschichten sind das, was Weinempfehlung von Weinverkauf unterscheidet.
Wein ist in vielen Hotelbetrieben ein unterschätztes Thema. Es wird eingekauft, gelistet, verkauft - selten wirklich bespielt. Dabei ist Wein eines der wenigen Elemente, das Gäste emotional bindet. Wer das nutzt, hat einen Vorteil, der sich nicht in der Bettenauslastungsstatistik zeigt - aber in den Bewertungen.
Wie Ihr Betrieb Wein als Erlebnis gestaltet - nicht als Posten auf der Karte - ist eine Führungs- und Positionierungsfrage. In einem Erstgespräch zeige ich, wie das konkret aussieht.
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