Mehr von Michael Gehring
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Dynamic Pricing ist in der Hotellerie seit Jahren Standard. In der Gastronomie ist es ein wachsendes Thema - und ein heikles. Im Podcast haben Ljubo und ich darüber gesprochen, ob es funktioniert. Die ehrliche Antwort: Es funktioniert. Aber nicht überall. Und nicht ohne Bedingungen.
Dynamic Pricing optimiert Auslastung. Es schöpft Zahlungsbereitschaft ab. Es ist ein legitimes betriebswirtschaftliches Instrument, das in der Luftfahrt, im Hotelzimmerverkauf und zunehmend in der Gastronomie eingesetzt wird.
Was es nicht kann: Es kann keine Beziehung aufbauen. Es kann kein Vertrauen ersetzen. Und es kann einen Gast, der sich unfair behandelt fühlt, nicht zurückbringen.
Das grösste Risiko bei Dynamic Pricing in der Gastronomie ist nicht der Preis selbst. Es ist die fehlende Kommunikation. Wenn ein Gast am Freitagabend 30% mehr zahlt als am Dienstag - und das aus der Rechnung herausliest, nicht aus einem vorherigen Gespräch - entsteht ein Vertrauensschaden, der durch keinen Preisnachlass repariert wird.
Transparenz ist keine nette Geste. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass das Modell überhaupt funktioniert.
In Betrieben, deren Kernversprechen persönliche Gastfreundschaft ist, wirkt Dynamic Pricing als Fremdkörper. Ein Stammgast, der zum dritten Mal in dieser Woche kommt, erwartet keine Überraschungen auf der Rechnung. Er erwartet das Gegenteil.
Das Modell passt zu touristischen Betrieben mit hohem Durchlauf. Es passt nicht zu Häusern, die auf Stammgäste und Beziehung setzen - zumindest nicht ohne erheblichen Erklärungsaufwand.
Ob Dynamic Pricing funktioniert, hängt nicht vom Tool ab. Es hängt davon ab, ob das Modell zum Versprechen passt, das der Betrieb seinen Gästen gibt. Das ist eine Positionierungsfrage.
Positionierungsfragen lassen sich nicht mit Tools beantworten. In 30 Minuten können wir gemeinsam klären, welche Preisstrategie zu Ihrem Haus - und zu Ihren Gästen - passt.
Kostenloses Erstgespräch →office@hotelsuccess.cc · www.hotelsuccess.cc