Kostenloser Leitfaden · Teamkultur

Das Leitbild hängt im Eingang.
Die Schicht läuft trotzdem, wie sie läuft.

Ein Nachmittag mit dem Team, gute Stimmung, ein Blatt mit Unterschriften. Drei Wochen später läuft die Schicht wieder so, wie sie vorher lief. Das liegt selten an den Regeln. Es liegt daran, dass das Team sie nicht selbst geschrieben hat und niemand vereinbart hat, wie man sich gegenseitig daran erinnert. Dieser Leitfaden beschreibt einen Ablauf, der beides einbaut. Zwei Stunden, ein Flipchart, und Sie führen ihn selbst.

Das steckt drin

  • Weshalb Vereinbarungen nicht halten. Die ungeschriebenen Regeln eines Hauses sind stärker als die aufgeschriebenen. Wo das Leitbild aufhört und die Schicht anfängt, und weshalb beides nebeneinander steht.
  • Der Ablauf in zwei Stunden. Sechs Schritte mit Zeiten, Fragen und Material. Von der besten Schicht über das, was aufhält, bis zum unterschriebenen Blatt an der Wand.
  • Sechs Kriterien für eine Regel, die hält. Beobachtbar, bejahend formuliert, in der Sprache des Hauses, für alle gültig, höchstens sieben, ein Satz. Die Seite gehört ans Flipchart.
  • Der Schritt, der meist fehlt. Wie das Team vereinbart, sich gegenseitig zu erinnern: mit welchem Satz, in welchem Moment. Zehn Minuten, und sie entscheiden über die Wirkung.
  • Die ersten 30 Tage. Was am ersten Tag geschieht, was in Woche eins, was täglich im Schichtbeginn, und die halbe Stunde Nachschau nach dreissig Tagen.

Von Michael Gehring, Hotel Mentor und Hospitality Consultant, aus vier Jahrzehnten in der Hotellerie der DACH-Region. Acht Seiten, sofort als PDF, mit einer Seite zum Ausfüllen für die Regeln Ihres eigenen Hauses.

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  • Acht Seiten als PDF
  • Sechs Schritte, sechs Kriterien, 30-Tage-Plan
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Für wen dieser Leitfaden gedacht ist

Die drei Fehler, die ich am häufigsten sehe

Häufige Fragen

Wir haben doch ein Leitbild.

Ein Leitbild beschreibt, was das Haus dem Gast verspricht. Dieses Blatt beschreibt, wie die Schicht läuft. Beides steht nebeneinander, und das eine ersetzt das andere nicht.

Das haben wir vor drei Jahren schon gemacht.

Dann lohnt die Frage, was danach geschah. In aller Regel fehlte der letzte Schritt: die vereinbarte Ansprache. Ohne sie bleibt ein Regelwerk Dekoration, egal wie gut die Sätze sind.

Und wenn sich jemand nicht daran hält?

Die Regel wird angesprochen, jedes Mal, von jedem. Ein sachlicher Halbsatz im Vorbeigehen genügt. Wiederholt sich der Bruch, ist es ein Führungsthema und gehört ins Einzelgespräch.

Brauche ich jemanden von aussen?

Für den Ablauf im Leitfaden nicht, er ist zum Selbstführen geschrieben. Manche Häuser wollen ihn trotzdem moderiert, besonders dort, wo die Führung im Raum sitzt und mitschreiben soll statt zu steuern.

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